Nebelmeer

Mit jedem Blick den man nach einigen Momenten wieder in den Milchig-getrübten Raum wirft, wird die Sicht unschärfer, wattiger, und zugleich leichter.

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Als ob sich das Bild vor unseren Augen selbst einhüllen und auflösen wollte. Knarrende, knackende Planken der Balustrade im ersten Stock erinnern daran das man sich in der Matthäuskirche in Basel, und nicht in einem Science Fiction Movie befindet. Wo dieser Nebel vom Parterre aufsteigt und die Besucher in Zeitlupe versucht einzufangen, einzuhüllen. Unten, wie auf den Rängen, wo dieses milchige Etwas sich langsam über die Brüstung quält und uns berührt und wir es auch berühren wollen. Ja, es kaum erwarten können bis es überschwappt.

Nebelmeer in der Matthäuskirche in Basel (Foto: Nicole Strube)Nebelmeer in der Matthäuskirche in Basel (Foto: Nicole Strube)Nebelmeer in der Matthäuskirche in BaselNebelmeer in der Matthäuskirche in Basel (Foto: Nicole Strube)

Das von Georg Birkner und Christoph Moerikofer erschaffene „Nebelmeer“ ist beeindruckend! Schon alleine die Idee ist sowohl schlicht wie zugleich genial. Die Menschen sitzen auf den oberen Bänken wie Statuen welche in der Zeit vergessen und verloren gegangen sind, und sie sind so ruhig wie der Nebel selbst. Eine fast unbeschreibliche Stimmung in der tiefe Klänge sich aufblähen in ein nicht endendes Echo abfallen und stumpf verblassen. Und ich ertappe mich dabei wie ich diesen Nebel tief einatme. In der Hoffnung dieses „Meer“ hätte einen hauch von salz in seinem Duft. Ich bin berührt von dieser Stimmung in der, wenn man sich im Unteren Bereich bewegt, eher orientierungslos fühlt. Der Boden zu schwanken scheint und die Menschen wie Schatten durch imaginäre Türen gehen und im Nichts verschwinden.

Ein  Hauch von Ruhe, Zeit und Unendlichkeit liegt in diesem Meer. Man fühlt wie man selbst langsam im Nebel verblasst. Grossartig und bewegend.

Bitte Mehr davon!

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Nicole Strube

Nicole Strube wurde 1974 in der Schweiz geboren. Sie entdeckte Ihre Leidenschaft für das Schreiben im Alter von 12 Jahren.

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